am 27.4.09 schrieb die Norddeutsche:
Ein Stedinger Lebenszeichen
Kreis Wesermarsch. Nach 1:27 Punkten in Folge gaben die Landesliga-Handballer der HSG Stedingen ein Lebenszeichen von sich: Mit einer enormen kämpferischen Leistung bezwangen sie die SG Oslebshausen mit 33:30 (15:14) und revanchierten sich eindrucksvoll für die 25:41-Hinspielniederlage. Dabei fehlte der HSG Stedingen neben einigen Stammspielern auch Trainer Rolf Dierks, der von Betreuer Jürgen Bauske und Ralph Uhlhorn allerdings bestens vertreten wurde. Bauske war es dann auch, der seine Abwehr zu Beginn aufforderte, früher zu attackieren. Die änderte das postwendend. Den 0:2-Rückstand drehte der junge Marc Krüger mit drei Tempogegenstoßtreffern in eine 3:2-Führung um. Ihm war es auch nach anschließenden Rückständen vorbehalten, zum 8:8 und 9:8 zu treffen.
"Das wird heute ganz eng, ich bin froh wenn wir knapp gewinnen", ahnte SGO-Trainer Holger Brause schon vor dem Spiel nichts Gutes. Er sollte Recht behalten, denn sein Team enttäuschte. Lediglich auf seine Oldies Kai Brandt (12/8 Tore), Sven Pahler (7) und Lars Dietze (6) war Verlass. Ganz anders die Stedinger, die gegen die robust agierenden Gäste in der Abwehr recht engagiert zur Sache gingen und dafür belohnt wurden. Auch im Angriff hielt sich das Team aus der Wesermarsch an die ausgegebene Marschroute und gefiel mit Effektivität im Abschluss. Das belegen auch die nur elf Fehler bei Anspielen. "Die Deckung hat super aufgepasst, wir haben gut dagegen gehalten. Am Ende wurde es noch eng, aber manchmal braucht man auch das Glück dazu", erklärte Ralph Uhlhorn den Erfolg. Die Stedinger machten es nach der 24:20-Führung (44.) noch spannend, agierten beim Stand von 28:27 zeitweise sogar in dreifacher Unterzahl. Das Angriffsspiel der Gäste war in der entscheidenden Phase aber zu unkonzentriert, so dass die Stedinger im Zug nach vorn und im eigenen Angriff doch wirkungsvoller agierten. Auch wenn der Sieg am Abstieg nichts mehr ändert, hat die Mannschaft Moral bewiesen und ihren Kontrahenten ganz tief mit in den Abstiegskampf hineingezogen.
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