die Norddeutsche schrieb am 26.09.2011
VON OLAF KOWALZIK Kreis Wesermarsch. Die moralische Unterstützung von Hartwig Sondag zahlte sich bei den Landesliga-Handballern der HSG Stedingen nicht aus. Vier Stunden hatte sich der Triathlet aus Lemwerder auf seinen Drahtesel geschwungen, um den Aufsteiger in 97 I\ilometer Entfernung beim Auftritt gegen den VfL Horneburg zu unterstützen. Im Siegfalle gerne in dieser Form bei jedem Auswärtsspiel. Dazu kommt es jedoch nicht. Der Aufsteiger holte sich im AltenLand eine 24:34 (11: 18)-Abreibung ab, der erhoffte zusätzliche Motivationsschub durch Sondags enorme Individualleistung blieb aus.
"Wir haben zu Viel verworfen und keine klaren Dinge gespielt. In der Abwehr stimmte wiederum die Kommunikation nicht", monierte HSG-Spielertrainer Bastian Friese nach dem Abpfiff. Bei dem war jedoch auch kurz vor der Abfahrt zum Ta,bellenvierten akuter Handlungsbedarf angesagt: Malte Schumacher (sechswöchiger Ausfall mit Knorpelschaden im Knie) und kurzfristig auch noch Olaf Buermann (krank) waren zu ersetzen, sodass sich selbst der als Zeitnehmer vorgesehene Jan Stollenberg aus der Reserve noch die Sporttasche holen musste. Für ihn rückte der Betreuer Hartmut Kranz an den Kampfgerichttisch, Hartwig Sondag wurde kurzerhand zum Co-Trainer befördert.
Die kurzfristige Rotation brachte die Gäste trotzdem oder vielleicht auch vor allem deshalb nicht in Schwung. Sie gerieten sofort mit 1:5 ins Hintertreffen (6.) und fielen nach dem 4:5-Anschlusstreffer weiter auf 7:15 zurück. Trotz einer guten Torwartleistung von Arndt Heinemann. Dass Bastian Friese mit einem direkten Einwurf in Höhe des eigenen Neunmeters über den vier Meter vor seinem Kasten stehenden VfL-Keeper hinweg zum 11:18-Pausenstand wenigstens das Tor des Tages gelungen war, tröstete freilich niemanden. "Bislang sind wir aber auch auf die stärkeren Gegner der Liga getroffen", hofft der Spielertrainer des Aufsteigers nach einem Start mit 2:6 Punkten auf baldige Besserung.
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