HSG Stedingen

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HSG Stedingen will mit Rückkehrern in neuem Glanz erstrahlen

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die Norddeutsche schrieb am 19.04.2010

Neben Spielertrainer Bastian Friese laufen künftig auch wieder Paul Philipp Lapsien und Marcel Tytus für den Kreisoberligisten auf

VON OLAF KOWALZIK Kreis Wesermarsch. Back to the roots - zurück zu den Wurzeln: Die Kreisoberliga-Handballer der HSG Stedingen wollen in
der kommenden Saison mit einem oberligaerfahrenen Trio von Ehemaligen in neuem Glanz erstrahlen. Der aktuelle Habenhauser Oberliga-Spieler Bastian Friese übernimmt nach dem Saisonende das Traineramt von Hauke Dierks, der Linkshänder Paul Philipp Lapsien kehrt als Zugpferd im rechten Rückraum zu den Niedersachsen zurück, während Marcel Tytus vom Verbandsliga-Dritten FTSV Jahn Brinkum das Kreisspiel beleben wird.
 
Es war ein mehrseitiges Dossier, dank dessen Bastian Friese mehr aus Zufall als aus Berechnung künftiger Coach der Niedersachsen wurde. Nachdem ihn Paul Philipp Lapsien angesprochen hatte, ob sich Friese eine Rückkehr in die Wesermarsch vorstellen könne, legte der ihm nach einem längeren Gespräch prompt eine Ausarbeitung seiner Visionen und Ideen um das Team und die künftige Trainingsarbeit vor. Damit war der Fall für Paul Philipp Lapsien, der ursprünglich selbst als Spielertrainer vorgesehen war, sonnenklar: Der21-jährige Friese, der einverständlich zusagte, macht künftig den Job.Damit waren die Würfel bei der HSG, die trotz ihres drittletzten Tabellenplatzes aufgrund der Ligareform definitiv nicht aus der Kreisoberliga absteigen kann, gefallen. "In der kommenden Saison will ich mit der neuen Mannschaft oben angreifen", lautet sein Ziel. Worauf sich seine neue Mannschaft einrichten muss? "Auf eine harte Vorbereitung, aber auch viel Spaß, denn ich will auch das Klima im Team fördern", sagt der künftige HSG Coach, der gerade Lehrgänge zur Trainer-C-Lizenz absolviert und beim ATSV Habenhausen ein Freiwilliges soziales Jahr abgeleistet hat.
 
 "Basti" Friese baut dabei auf einen 16-köpfigen Kader, in dem neben den envähnten Rückkehrern mit Jannis Behrens auch ein Routinier aus der Reserve wieder reaktiviert werden soll. Mathias Dodt, Florian Tack, Sascha Kranz und Igor Gensa treten dagegen kürzer. Letzterer will aber in der Saisonvorbereitung zumindest schauen, ob sich das Studium nicht vielleicht doch irgendwie mit dem Spielen beim Kreisoberligisten unter einen Hut bringen lässt. Apropos Studium: Das ist auch das Stichwort, weshalb Friese wieder zu den Niedersachsen zurückkehrt. Ausgerechnet jetzt, wo er seit Jahreswechsel gerade frisch den Sprung in den Habenhauser Oberligakader geschafft hatte, mit dem er souveräner Spitzenreiter ist. "Mir macht das in Habenhausen richtig Spaß, aber neben meinem Studium müsste ich dort natürlich auch ständig die Fahrtkosten und die Zeit aufbringen, während ich in Lemwerder fünf Minuten von der Halle entfernt wohne", zählt Friese den großen Vorzug seines zukünftigen Engagements auf.
 
Ähnliches gilt auch für Paul Philipp Lapsien, der aufgrund seines Schichtdienstes in Grambke so manches Spiel und einige Trainingseinheiten hatte sausen lassen müssen. "Der Aufwand ist mir zurzeit einfach zu hoch geworden, aber das schließt ja nicht aus, dass ich nicht eines Tages auch wieder zum TV Grambke zurückkehre" , lacht er. Wie auch die erste HSG-Vorsitzende Yvonne Liedecke viel Grund zur Freude hat. "Die Zusammenarbeit mit unserem Interimstrainer Hauke Dierks hat gezeigt dass ein junger Trainer sehr gut mit der Mannschaft klarkommt Bastian kommt aus Lemwerder, kennt sich hier bestens aus und passt auch menschlich sehr gut zum Team. Mit ihm und den Neuzugängen wollen wir die Verjüngung und den Umbruch wagen", blickt sie nach vorne. Sie malt sich dabei ebenfalls aus, dass das Team zu einstiger Stärke zurückgeführt und oben mitspielen könne.
 
Währenddessen wird Bastian Friese bei der HSG Stedingen auch noch Basisarbeis leisten und dort künftig zusätzlich die männliche E-Jugend übernehmen, die ihre Punktspielauftritte möglichst direkt vor der ersten Herren haben soll. Damit will der Klub aus der Wesermarsch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und einen Vorbildcharakter erreichen. Positiver Nebeneffekt: Auf ganz lange Frist gesehen, bildet Bastian Friese damit seine Herrenspieler der Zukunft aus, wenn er denn so viele Jahre durchhält...


 

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