Horizonterweiterung der HSG-Jugend in Dänemark (Kolding)
Spaß und Teamentwicklung an erster Stelle- Tolle Stimmung!
Geschrieben von Eskaliert
Über das Osterwochenende spielte die w.C, w.B, m.E und m.D-Jugend um den Kolding Kempa Cup in Dänemark. Am Freitag nach dem Eröffnungsspiel der dänischen Frauennationalmannschaft gegen die U17 der Jungen machten wir uns auf den Weg zur Unterkunft. Am nächsten Morgen gingen dann die ersten Spiele los, wobei die Stedinger Mannschaften (w.C und w.B) anfangs viele Probleme mit dem „Harzball“ hatten. In Dänemark ist es „normal“, dass der Ball mit Harz bedeckt ist. Außerdem ist es mit den Bällen kaum möglich zu tippen, geschweige denn zu prellen.
Die w.C hat trotz alledem von Beginn bis zum Ende des Turniers eine wahnsinnige Entwicklung vollzogen. Später kamen sie mit der „Backe“ klar und spielten einen schönen Handball. Das letzte Spiel haben die Nentwig-Schützlinge selbst gemanaget, denn Pascal „Pasi“ Nentwig wollte seine Spielerinnen zur Selbstständigkeit erziehen.
Die „Hausmeister“ Krause-Schützlinge hatten mit der Backe ziemlich große Probleme, denn der Ball war so voller Harz, dass er bei einer Gegenspielerin in den Haaren hängen blieb – nur so viel, diese lief das komplette Wochenende mit einem Cappy rum. Trotz der Schwierigkeiten mit dem „Harzball“ spielte die w.B-Jugend ein tolles Turnier. Verletzungsbedingt durch Tlefje fehlten dann noch die Wechselmöglichkeiten, sodass die Kondition in den letzten Spielen fehlte. Durch die körperliche Härte des Turniers nahmen die Mädels den Kampf auf und verteidigten von Spiel zu Spiel härter.
Dieses Turnier war für die weibliche C und B-Jugend eine gute Vorbereitung für die Aufstiegsspiele zur Landesliga. Wenn die Härte in der Abwehr so umgesetzt wird, dann befürchten die Trainer ein durchgängiges zwei zu sechs Unterzahlspiel! Trotzdessen wünschen wir viel Erfolg für die Aufstiegsspiele.
Die m.D war von einem „Harzball“ noch nicht betroffen, da das Haftmittel erst ab der C-Jugend erlaubt ist. In den ersten Spielen musste sich die Mannschaft von Trainer Marco Fuhrmann zunächst an die Spielweise gewöhnen. Es wurde von Spiel zu Spiel besser, so konnten sich die Fuhrmann-Schützlinge nach einer 12:10 Niederlage gegen Kolding 2 in der Vorrunde in den Endspielen mit 12:10 revanchieren. Brian Gründler erzielte in Kolding seine ersten drei Tore, somit machten sie den siebten Platz.
Die m.E-Jugend um Trainergespann Carmen und Kay Engelmann, sowie Basti Friese schaffte es in dem internationalen Handballturnier auf den sechsten Platz. Sie hatten zuvor nicht wirklich mit einer Chance gerechnet, da in der E-Jugend in Dänemark eine defensive 6:0-Deckung sowie Einzelmanndeckung erlaubt ist. Da wir es nie zuvor trainiert hatten musste eine theoretische Einführung in die Angriffsspielweise gegen eine Raumdeckung reichen. In der Abwehr spielten wir in der Manndeckung, wodurch wir viel Erfolg hatten und im B-Finale den zweiten Platz belegten. Besonders beeindruckt waren die Gegner von Kian „Kiki“ Krause, der ca. 80% der Tore warf. Er erhielt eine Sonderbewachung doch selbst zwei Gegenspieler konnten den großgewachsenen Stedinger nicht bremsen. Nach der „Klatsche“ im ersten Spiel entschieden sich die Trainer, dass die Kinder sich selbst aufs Spielfeld vorbereiten sollten. Die Vorbesprechung und Mannschaftsaufstellung sollten die Kinder ohne Anwesenheit der Trainer machen. Lediglich das coachen auf der Bank übernahmen die Trainer. Dieses Spiel konnten die „Juniorgladiatoren“ der HSG Stedingen für sich entscheiden, sodass der Trainerstuhl wackelt.
Nach einem anstrengenden Tag am Samstag gingen wir gemeinsam in die von Eurosportring veranstaltete Disco. Nach der Disco spielten wir in der Halle bei unserer Unterkunft noch gemeinsam Handball und feierten den Geburtstag von Philine aus der weiblichen C-Jugend. Am Sonntag ging es dann erneut früh raus, um fit für die Endspiele zu sein. Der Abend wurde mit einem Mixedturnier aller mitgereisten Stedinger beendet. Selbst die E und D-Jugendlichen machten ihre ersten Erfahrungen mit „Backe“. Allerdings war dies natürlich eine Ausnahme!
Fazit:
Im Gegensatz zu deutschen Schiedsrichtern, lassen die Dänischen sehr viel Härte durchgehen. Handball ist ein Kontaktsport und sollte daher auch nicht bei jedem Körperkontakt mit einem Freiwurf geahndet werden. Die Spieler lernen so mehr Härte einzustecken und zudem noch mehr auszuteilen. Eine tolle Erfahrung für jeden Handballspieler.
Das Spiel mit der Backe macht den Handball attraktiver und schneller. Attraktiver zum einen, dass viel mehr Trickwürfe ausgeführt werden. Schneller durch schnelle Stoßbewegungen und einhändiges Fangen. Zudem ist es mit dem Ball wie zuvor erwähnt kaum möglich zu prellen, sodass der Ball ständig mit Tempo hin und her gespielt werden muss.
Wir sollten uns vom dänischen Konzept einige Anregungen zur Änderung der eigenen Spielweise holen. Zumal die dänischen und schwedischen Mannschaften in der Regel viel besser als die Deutschen abschneiden.
Ausschnitte auf Youtube :
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