Quelle: HSG-Kurier
Handball mit Leidenschaft - Stareinkauf machte sich bezahlt
Am Samstag gewann die stark verjüngte Mannschaft von Reiner Niemann(Kohlfahrt von einem Großteil der Mannschaft) gegen den HV Grasberg 2010 2 in der Ganspe-Arena 32:12, Halbzeitstand (18:4).
Der 2.Vorsitzende der HSG fing anstatt mit der gewohnten 6:0-Deckung mit einer 5:1-Deckung an.
Dies bot sich mit dem Stareinkauf von Igor Gensa auch an, denn der kleine, aber sehr schnelle Vorgezogene machte es den Grasbergern nicht leicht. Sein antizipatives Abwehrspiel (peripheres Sehen) machte sich bezahlt und führte zu blitzschnellen Tempogegenstößen die förmlich trickreich im Tor landeten.
Wenn er mal nicht den Ball abfangen konnte, so war Verlass auf den reaktivierten Torhüter Timo Müller. Er hielt einfach jeden Ball, selbst wenn die zahlreichen Zuschauer den Ball schon im Tor sahen, denn er dachte noch nicht an ein Gegentor und fischte den Ball sensationell aus dem Winkel.
Zudem schaltete er nach seinen starken Paraden noch schnell um und leitete Tempogegenstoßpässe, wovon jeder Feldspieler nur zu träumen wagt, ein. Diese verwandelte nicht nur der „kleine Igor“ trickreich, sondern auch Daniel „Harry“ Harynek, der vor dem Spiel bereits an einen Sieg glaubte und einen Fanaufruf startete(wir berichteten am 26.02.2011). Bereits nach 17. Minuten führten die Gastgeber mit 17:2. In Fachkreisen wird so ein Spiel als „Handball der Spitzenklasse“ bezeichnet, denn so viele Trickwürfe in einem Spiel sind sehr ungewöhnlich.
Apropos Trickwürfe, Höhepunkt des Spiels war, als Kreisläufer Marcus Grow einen 9m-Freiwurf direkt ausführte. Erstmalig in der Geschichte der HSG, versuchte er einen Heber bei einem 9 Meter, nur Schade, dass dieser 2 Meter über das Tor ging. Zumindest für die Zuschauer war es ein sehr hoher Unterhaltungswert. Noch schöneren Unterhaltungswert bot Hauke Dierks, als sein 59-jähriger Gegenspieler ihn so richtig „austanzte“, Harry legte noch eine Schippe drauf und Sprang beim angetäuschten Sprungwurf vom Routinier zum Blocken hoch, allerdings prellte dieser noch einmal und ging ungehindert durch.
Leiden durfte nur Marco Möller, der für seinen Abwehrnachbarn Stefan Sander eine 2min-Strafe absitzen musste. Nach seiner Strafe ließ ihn Cheftrainer Reiner wieder in der Abwehr spielen, doch bereits nach 5 Sekunden bekam er erneut eine sehr umstrittene 2min-Strafe. Der Schiedsrichter hatte es wohl auf ihn abgesehen…
Einen weiteren Höhepunkt des Spiels bereitete Hauke Dierks, der sich selbst den „Lenker und Denker“ der Mannschaft nennt, als er einen 7 Meter an den Pfosten „nagelte“ und den Abpraller für sich gewinnen konnte und mit einem tollen Heber das Tor erzielte. Im Zurücklaufen rief er zur Zuschauerbank, dass der Abpraller „Taktik“ gewesen sei.
Christoph Sextroh machte auf sich aufmerksam, indem er sogar Treffer von der Grundlinie machte. Ob er damit zeigen wollte, dass er ein eventueller Neuzugang der 1.Herren sein könnte bleibt abzuwarten. Der Rechtshänder Dennis Paack zeigte, dass auch er von Rechtsaußen aus sehr schlechten Winkeln treffen kann. Der Wurfgewaltige Jan „Hammer“ Stollenwerk zeigte auf der rückraumlinken Position, dass auch er das Zeug dazu hat, den Sprung in die erste zu schaffen.
Damentrainer Thomas „Fliege“ Noske kam leider nicht so recht ins Spiel, da Igor ihm die Tempogegenstoßpässe gestohlen hat. Jan Metje zeigte in der Abwehr, dass an ihm so leicht keiner vorbei kommt.
Ab der 47. Minute (Spielstand 29:8)nahmen sie dann das Tempo raus, sodass die letzten 13 Minuten 3:4 verloren gingen.
Coach Reiner war mit dem Spiel sehr zufrieden und verwies auf seinen Stareinkauf, zu dem er den Kontakt weiterhin sehr pflegt (ein anonymer Anrufer berichtete dem HSG-Kurier, dass Igor sogar persönlich vom Coach aus Brake abgeholt wird).
(Müller, Gensa 12/1, Dierks 5/1, Stollenwerk 4, Sextroh 4, Harynek 3, Paack 2, Sander 2, Grow, Möller, Noske, Metje)
| < Zurück | Weiter > |
|---|





RSS Feed abonnieren